Alleinsein

Von: Dr. Christian Neuburger

In der frühesten Phase der Menschheit lebte der Mensch in Sippen, in Gruppen, in Horden zusammen, weil er diese Form ganz einfach zum Überleben benötigte. Es war zweckmäßig, gab ihnen Sicherheit, Geborgenheit und ernährte sie auch. Es bestanden Beziehungsmuster in diesen Gruppen, die auf Geben und Nehmen aufgebaut waren. Über unvorstellbar lange Zeiträume wurde dieses Verhalten in die menschliche Genetik über den Mechanismus der Epigenetik eingemeißelt. 

Der moderne Mensch lebt in einer Gesellschaft, die ihre Mitglieder nach völlig anderen Gesetzmäßigkeiten ernährt und schützt. Der moderne Mensch überlebt auch ohne Gruppe. Er hat die Möglichkeit, alleine zu sein, wenn er möchte, ohne dass seine Existenz gefährdet ist. 

Die explosive Entwicklung eines Körperteils, der Großhirnrinde, begründet die Fähigkeit zu denken und ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Das ist auch die Geburtsstunde der Spiritualität des Menschen. Dieses Bewusstsein macht ihm auch die Individualität bewusst. Ich bin ich und ich bin nicht der andere, denn ich stecke in meinem Körper und den kann ich nicht wechseln oder austauschen. Also bin ich anfangs einmal alleine und kann dann entscheiden, wann und mit wem ich in Kontakt treten möchte. 

Noch dazu ist der moderne Mensch mobil und digital vernetzt.

Und trotzdem entwickelt sich zunehmend ein Phänomen der Einsamkeit. Einsamkeit ist nicht nur unangenehm, sie kann auch unsere physische, soziale und psychische Gesundheit belasten. Interessanterweise sind vor allem Ältere durch Auflösung der alten Familienstrukturen betroffen, aber auch Jüngere, 17- bis 30-jährige, obwohl diese so vielfältige digitale Kontaktmöglichkeiten haben.

Offensichtlich nützt die Flucht in oberflächliche Geselligkeit hier nicht viel. 

Vielmehr geht es darum, dass viele moderne Menschen nicht mehr fähig sind alleine oder auch einmal einsam zu sein. Aber das Alleinsein und die Einsamkeit sind ein unverzichtbarer Teil der modernen Gesellschaft. 

 

Wie kannst Du damit lustvoller und nützlicher umgehen?

Nur wenn Du alleine bist, kann Dein Denken einmal freier sein. Es kann mehr Risiko in Deinem Denken sein, weil Du alleine ja nicht ständig auf jemanden Rücksicht nehmen musst und Du auch über Grenzen hinaus denken kannst und Dich dann hineinspüren kannst, wie sich das anfühlt. 

Neue Wege, neue Ideen, unkonventionelle Ideen entstehen eben durch dieses freiere, kompromisslose Denken. Das lässt neue, alternative, andere Lösungen möglich werden. Zuerst nur in der Vorstellung, in der Vision, in der Folge können dann auch Taten folgen.

Du kannst lernen, dass das mit Dir Alleine sein nicht nur nützlich ist, Deine eigene Art zu entdecken, sondern Alleinsein kann auch lustvoll sein. Wird es lustvoll, dann verabschiedet sich sofort das Einsamkeitsgefühl. Dieses „Sich Selbst Genießen“ entsteht immer dann, wenn wir tiefer in unser Denken, in unser Fühlen, in unser Spüren hineinkommen und näher zu unserer Mitte kommen. Es ist wie ein Verschmelzen mit dem was mich wirklich ausmacht, was ich bin. Und Verschmelzen heißt auch Zusammensein und nicht alleine sein, weil in diesem Augenblick nichts fehlt! 

Dieses kreative mit Dir sein, fördert auch Deine Fähigkeit in fruchtbaren Kontakt mit Deinen Mitmenschen zu treten.

 

TIPPS für das genussvolle Erleben von Alleinsein:

Erhöhte Gehirndurchblutung, Stressreduktion und gute Stimmung durch Naturpflanzenextrakte: Die Merk-Ich- Mir 3 StückDer Neumacher 3 Stück
– 2 Stunden vor dem Alleinsein mit Dir selbst einnehmen

 

Belebe die Sinne: Atme einige Atemzüge tiefer ein und aus.

 

Verankerungsübung - Beruhige Deine Gedanken und entspanne Dich mental - im Sitzen ausführen: Schließe die Augen und lass die spontan einsetzenden Gedanken kommen. Nach ca. 1 Minute nimmst Du aktiv einen Gedanken auf, indem Du einen Namen, einen Klang, einen Dir wichtigen Begriff, ohne Stimme, gedanklich wiederholst. Das beschäftigt Deinen Geist und macht Dich ruhiger. Der Stoffwechsel und die Atmung verlangsamen sich. Du bewegst Dich auf Dein Inneres zu. Wenn du vergisst, den Klang zu wiederholen, macht das nichts. In dem Moment, wo Dir das auffällt, dass Du das Wiederholen vergessen hast, beginnst Du wieder von vorne. Wenn du einschläfst dabei, ist das gut. Wenn Du Dich sehr ruhig und entspannt fühlst und auch keine störenden Gedanken hast, dann genieße einfach diesen Zustand und sei mit Dir selber genussvoll alleine. Übung 10 bis 15 Minuten durchführen. Wenn Du möchtest gerne auch länger. 

 

Danach betrachte: Nutze Deine Sinne achtsam und nimm einfach wahr, was Du erlebst. Dabei kannst Du stehen, gehen, liegen, tanzen…was Dir beliebt. Im Zimmer oder in der Natur – es funktioniert überall gut. Was hörst Du? Was riechst Du? Was siehst Du? Was schmeckst Du? Was fühlst Du?

 

Der Autor:

Dr. Christian Neuburger

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Mein Hauptinteresse gilt dem Menschen und es wird permanent aufrechterhalten und belebt durch die Liebe, die ich zu den Menschen habe. Als Arzt durfte ich das Basiswissen erlangen, Menschen auch bei gesundheitlichen Problemen zu unterstützten. Die ganzheitliche Sichtweise auf den Menschen lebt in mir schon seit meiner Kindheit und es bereitet mir daher sehr viel Freude, dass ich durch diesen Blog mehr Menschen erreichen kann. Meine Projekt „Wissen an die Basis“ transportiert ganzheitliches Wissen über das Funktionieren des menschlichen Körpers. In leicht verständlicher Form soll es  den Menschen  im Problemfall und im Alltag Unterstützung geben die Gesundheit zu erhalten oder wiederzuerlangen.
Das Ziel ist aktives Wohlfühlen, das wir durch Naturpflanzenextrakte und belebende Atemübungen der Methode Freiatmen in Freude erreichen.

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