Das Altern verlangsamen, aber wie?

Von: Dr. Christian Neuburger

Der Begriff „Anti Aging“ ist eigentlich Unsinn. Denn „Gegen das Altern“ kann nicht funktionieren. Denn Alterungsvorgänge sind für den menschlichen Organismus unausweichlich. Besser wäre „Successful pro Aging“. 

 

Also zuerst geht es mal darum, dass wir uns mit unserer individuellen Vorstellung auseinandersetzen, wie alt wir ganz konkret werden möchten. Für alle Projekte, die erfolgreich sein sollen, benötigen wir eine Vision und einen Plan. Jeder Traum, der Wirklichkeit werden soll, benötigt eine geplante Vision.

 

Wie alt möchten Sie werden?
60, 70, 80, 90, 100, 110, 120……180, 200, 300…??
Sie können es sich aussuchen! 

 

Natürlich sind wir geprägt von unserer Genetik und unserem Lebensstil. Und trotzdem können wir die Länge unseres Lebens auch durch unsere Vision mitsteuern. Nein, es ist nicht frevelhaft hier mitzumischen. Denn der Plan bedeutet auch, dass wir selbst Verantwortung für dieses Alter übernehmen. Und nicht nur für den ersten oder mittleren Teil der Lebensdauer, sondern für jeden Tag und besonders für den letzten Teil. Die letzte Lebensphase ist nämlich besonders geprägt von Fremdbestimmung. Von passivem „Über Sich Ergehen“ lassen, was die Familie, die Kinder, die Mediziner, die Priester und alle sonstigen Alters-„Berater“ für mich als gut erachten. Das verstärkt unsere passive Haltung, alles über uns ergehen zu lassen. Nicht selten wird Resignation daraus.

 

Es geht nicht nur darum das Leben zu verlängern, sondern darum, die bestmögliche Lebensqualität bis zum Zeitpunkt des biologischen Sterbealters bereitzustellen und diese auch wahrnehmen, spüren zu können.

 

Die VISION soll beinhalten: Das gewünschte Alter, den Wunsch und die klare Vorstellung gesund zu sterben. Also bis zuletzt Lebensqualität zu haben. Ohne Schmerzen mit einem guten Gefühl einzuschlafen… 

 

Nicht jede/r von uns wird das Glück haben so zu sterben. Aber die Vision soll hoch angesetzt werden. Und um dieses Szenario zu erleben, können wir sehr viel beitragen. Beispiel: Ein Mensch, der sich zeitlebens sehr schlecht ernährt, zu viel isst, viel Süßes, viel rotes Fleisch isst und sich zu wenig bewegt, hat ein klares höheres Risiko an Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt, Arteriosklerose zu erkranken. Gegen Ende seines Lebens wird das sehr wahrscheinlich dazu führen, dass er multimorbid ist und eine sehr schlechte Lebensqualität haben wird. Das kann bis zu seinem Tod jahrelang dauern. In dieser letzten Lebensphase wird sich dieser Mensch elend fühlen und meistens den Tod sogar herbeisehnen, da er in dieser Situation wahrscheinlich auch resigniert.

 

Dagegen kann ein anderer, gesunder Lifestyle mit Frei Atmen sehr wohl helfen die Vision zu verwirklichen. Also nicht bezogen auf die Länge des Lebens, sondern eine hohe Lebensqualität bis zum Schluss – und besonders zum Schluss – ist wesentlich. Das ist das Ziel.

 

 

Was können wir selber beitragen?

 

UNSER ESSEN

  1. Autophagie: wörtlich übersetzt aus dem Altgriechischen „Selbst essen“. Neue Forschungen zeigen, was die Volksmedizin schon lange weiß, dass unser Immunsystem in den Phasen von Nichtessen sofort beginnt, den Stoffwechselmüll in den Zellen aufzuarbeiten und  auszuscheiden mit Hilfe des Lymphsystems. Das passiert auch schon, wenn eine Mahlzeit ausgelassen wird. Also beispielsweise 16/8 würde bedeuten 16 Stunden am Tag keine Nahrungsaufnahme und 8 Stunden des Tages mit Nahrungsaufnahme. Abendessen oder Frühstück weglassen genügt da schon. Natürlich ist eine Fastenkur oder eben ein ganzer Fasttag noch besser, aber eben auch 16/8 oder 17/7 hat da auch schon eine Wirkung. Dieser Vorgang wirkt auch definitiv bremsend auf Alterungsvorgänge im Körper.
     
  2. Nahrungsmenge: auch die Gesamtmenge an Nahrung sollte beim Älterwerden reduziert werden. Das wirkt identisch wie Intervallfasten (16/8…) und zusätzlich noch entzündungshemmend, da der Darm zusätzlich entlastet wird.

  3. Nahrungsmittel: im Alter fällt mehr Zellmüll an, deswegen ist es wichtig, jene Nahrungsmittel zu fördern, die den Zellmüll reduzieren und Alzheimer oder Parkinson günstig beeinflussen. Denn auch diese Erkrankungen werden wahrscheinlich durch Ablagerung von Eiweißmolekülen in den Zellen verursacht.

Gesunde Fette: aktive moderne Öle, besonders Olivenöl, Leinöl, Nüsse, Avocados, die ungesättigte Fettsäuren enthalten. Diese wirken der Arteriosklerose entgegen und sind auch wieder entzündungshemmend. Auch fetter Fisch, wie Lachs, Makrele, Hering, Sardine, Forelle gehören hierher. Diese enthalten außerdem noch die günstigen Omega 3/6 Fettsäuren.

Kohlehydrate mit niedrigem glykämischen Index: das sind solche Kohlehydrate, die bei der Verdauung keine starken Blutzuckerschwankungen auslösen, weil in Folge WENIG Insulin ausgeschüttet wird. Glucose und jeder Zucker, sowie Weißmehlprodukte sind ungünstig! Hülsenfrüchte sind optimal, sowie Dinkel, Roggen, Hafer und Pseudogetreide.

Sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung - OPC Wirkstoffe: diese günstigen Wirkstoffe aus Pflanzen vernichten freie Radikale. Das sind aggressive Molekülverbindungen, die im Körper eine Reihe von nachteiligen Folgen auslösen. Unteranderem werden freie Radikale auch für beschleunigte Alterungsvorgänge, Entzündung und Start der Gefäßverkalkung verantwortlich gemacht. Also einerseits Pflanzennahrung erhöhen und eben auch die Pflanzenextrakte in Kapselform zum Ausgleich des Immunsystems wiederholt kurmäßig anwenden. Das ist hier die richtige und passende Strategie.

Pflanzenwirkstoffe im Alter: Ginkgo biloba schützt die Mitochondrien, unsere Zellkraftwerke, verbessert den Energie Stoffwechsel im Gehirn und fördert die Feindurchblutung.

 

FREI ATMEN: Übungen vom Frei Atmen unterstützen die aktive Sauerstoffaufnahme und wirken auch Alterungsvorgängen entgegen.

BEWEGUNG: ausreichende, dem Alter angepasst Bewegung wirkt sich nachweislich auf die Gesundheit unseres Gehirns aus.

 

 

 

Der Autor:

Dr. Christian Neuburger

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Mein Hauptinteresse gilt dem Menschen und es wird permanent aufrechterhalten und belebt durch die Liebe, die ich zu den Menschen habe. Als Arzt durfte ich das Basiswissen erlangen, Menschen auch bei gesundheitlichen Problemen zu unterstützten. Die ganzheitliche Sichtweise auf den Menschen lebt in mir schon seit meiner Kindheit und es bereitet mir daher sehr viel Freude, dass ich durch diesen Blog mehr Menschen erreichen kann. Meine Projekt „Wissen an die Basis“ transportiert ganzheitliches Wissen über das Funktionieren des menschlichen Körpers. In leicht verständlicher Form soll es  den Menschen  im Problemfall und im Alltag Unterstützung geben die Gesundheit zu erhalten oder wiederzuerlangen.
Das Ziel ist aktives Wohlfühlen, das wir durch Naturpflanzenextrakte und belebende Atemübungen der Methode Freiatmen in Freude erreichen.

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