Psychosomatik - Wenn der Körper auf die Seele reagiert

Von: Dr. Christian Neuburger

Sind Seele und Körper nicht in Harmonie können psychosomatische Störungen wie Angst, Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten oder Schlafstörungen auftreten. Aber auch rein „körperliche“ Symptome können psychosomatischer Natur sein. Zum Beispiel Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwächegefühl oder Infektanfälligkeit.

Kommen unsere Gefühle zu wenig zum Ausdruck oder wird Stress nicht ausreichend abgebaut und entladen, dann entsteht ein energetischer Stau im Körper - die „Lebendige Kraft“ kann sich zu wenig bewegen. Auf diese Weise können verschiedenste körperliche Befindlichkeitsstörungen entstehen, wie auch Schmerzen, Ängste und/oder Panikstörungen.

Die gute Nachricht: Du kannst deinen Körper unterstützen, wenn psychosomatische Störungen auftreten und deine „Lebendige Kraft“ wieder in Fluss bringen.

Was genau versteht man unter Psychosomatik?

Die Psychosomatik ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise in der Medizin. Psychosomatik bezieht sich dabei auf den Zusammenhang zwischen somatischen (= körperlichen) Störungen, Symptomen oder Krankheitsbildern und der Psyche (= altgriechisch für Seele). Unsere Seele hat einen starken Einfluss auf unseren Körper und unsere Gesundheit.

Psyche = Seele

Der Begriff „Psyche“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Atem, Hauch, Seele. Reden wir von der Psyche, so meinen wir meist die Gesamtheit aller geistigen Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen. Reden wir von der Seele so erweitert sich der Begriff im spirituellen Sinne um den unsterblichen Geist – eine Art Energie, die uns lebensfähig macht – unsere Lebensenergie. Die Seele ist im Körper nicht direkt lokalisierbar. Wir können uns die Seele also als eine Art Energie – als lebendige Energie – vorstellen, die unseren ganzen Körper und alle unsere Zellen durchdringt. So beeinflusst die Seele nicht nur unsere persönlichen Eigenschaften sondern insgesamt unser Befinden und wirkt auch auf unsere körperliche Gesundheit ein.

Soma = Körper

Wenn die Harmonie zwischen Seele und Körper gestört ist, können psychosomatische Symptome entstehen. Psychosomatische Störungen sind also körperliche Symptome, die ihren Ursprung im Seelischen haben oder eben in einem Ungleichgewicht zwischen Seele und Körper.

Psychosomatische Symptome

Jede Befindlichkeitsstörung – jedes Symptom – kann psychosomatisch oder organisch sein. Bei psychosomatischen Symptomen gibt es meist keine fassbaren Befunde. Aber auch organische Symptome können manchmal keine Laborwerte zeigen. Die Abgrenzung zwischen psychosomatisch und organisch ist meist nicht so einfach.

Folgende Befindlichkeitsstörungen sind häufig psychosomatischer Natur – aber nicht immer:

  • Energielosigkeit und Erschöpfung
  • Lustlosigkeit und Stimmungstiefs bis hin zu depressiver Verstimmung
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Negative Gedanken, Pessimismus, keine Perspektive und keine Motivation
  • Ängste und Panikstörungen, Herzneurosen
  • Schmerzen
  • Reizdarmsyndrom
  • Geschwächte oder überreizte Organfunktionen

Chronischer Stress und gestaute Emotionen können sich in unseren energetischen Organfunktionen zeigen. Ein Beispiel dafür wäre der „Leberärger“. Chronischer Ärger kann die Leber schwächen. Das spiegelt sich auch im Sprichwort: „Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen“. Oder Ängste und Sorgen manifestieren sich häufig in den Nieren – man spricht von „Nierenangst“.

Lebendige Kraft und gestaute Emotionen

Die Lebendige Kraft ist die Naturkraft im Universum: sie ist der Atem des Lebens, der in uns ist und uns umgibt. Unsere Nervenkraft wird gespeist von dieser Lebendigen Kraft. Und unsere Nervenkraft ist der Speicher der Lebendigen Kraft in unserem Körper.

Durch gestaute Emotionen kann sich unsere Lebendige Kraft nicht mehr ausreichend bewegen und es geht Nervenkraft verloren. Gestaute Emotionen erschöpfen uns und bremsen unsere Lebendige Kraft. Dadurch können sich psychosomatische Symptome entwickeln. Wie sich Blitz und Donner bei einem Gewitter entladen, müssen sich auch unsere Gefühle entladen können. Dann kann die Lebendige Kraft in uns fließen und sich wieder bewegen.

Gestaute Emotionen sind „normal“

Wir leben in einer Gesellschaft, die auf Kontrolle von Emotionen aufgebaut ist. Vor allem bei uns in den nördlichen Breiten werden wir genau dazu erzogen, unsere Emotionen zu unterdrücken. Gefühle zu zeigen, und vor allem heftige Gefühle, gehört sich nicht. Wir müssen immer überlegt handeln und reagieren. Die Südländer sind da etwas temperamentvoller. Sie bringen leichter mal ihre Gefühle zum Ausdruck als der allzu disziplinierte Nordmensch.

Ob Südländer oder nicht, wichtig ist: Fast jeder moderne Mensch hat gestaute Emotionen. Oft sind wir uns dessen gar nicht bewusst. Viele unbewusste Gefühle werden nicht entladen und gestaut. Gerade als negativ empfundenen Gefühle wie Wut, Ärger oder Trauer werden häufig lieber unterdrückt. Wobei auch diese Gefühle gespürt werden wollen und Teil unseres Lebens sind. Auch sie sind ganz normal.

In unserem Alltag können wir eben nicht jeder Emotion sofort freien Lauf lassen. Deshalb gibt es gute Techniken, die uns dabei unterstützen, aufgestaute Emotionen rauszulassen. Beim Entladen helfen uns zum Beispiel mal ein lauter Schrei wenn wir ganz allein im Auto sitzen oder bestimmte Atemtechniken vom Frei Atmen. Lese mehr dazu weiter unten.

Gestaute Emotionen in den Körperstrukturen

Auch auf der Stoffwechselebene gibt es direkte Auswirkungen auf unsere Körperstrukturen, wenn Emotionen gestaut sind. Dabei wird in Muskeln, Faszien, Nervenbahnen und Organen der Energiefluss gehemmt.

Vor allem aber wirken sich Emotionsstaus auf unser Nervensystem aus. Durch die mangelnde Entladung wird der Sympathikus überreizt und der Parasympathikus gehemmt. Der Parasympathikus ist als Gegenspieler zum Sympathikus wichtig für Entspannung und Erholung. So wird der Mensch zunehmend überdreht und kommt in die chronische Stressreaktion. Die chronische Stressreaktion ist sozusagen die Geburtsstunde von psychosomatischen Befindlichkeitsstörungen. Mehr über unsere Nervenkraft und die Auswirkung von chronischem Stress kannst Du im Fachartikel Nervenkraft stärken nachlesen.

Lebenskraft aufnehmen

Die Eintrittspforten der Lebendigen Kraft in deinen Körper sind dein Atem, Entspannung, erholsamer Schlaf und eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Mehr zu diesen Punkten kannst du auch im Fachartikel Nervenkraft stärken lesen.

Der Atem als Tor für die Lebensenergie

Die Lunge ist das Basisorgan für die Aufnahme der Naturkraft in unseren Körper. Lenken wir aktiv den Atem, kann dieser Prozess optimiert werden. Durch Atemtechniken können wir unseren Atem bewusst führen und die Lebendige Kraft in unserem Körper in Fluss bringen. Die gestaute Energie kommt wieder in Bewegung und die Lebendige Kraft fließt. So wird deine wichtige Nervenkraft aufgebaut und deine Nervenspeicher gefüllt. Und so lässt sich nachhaltig Resilienz aufbauen und Ängste werden abgebaut.

Tipp: Zur Reinigung der Nasenwege eine Nasendusche mit physiologischer Salzlösung durchführen. Regelmäßig angewendet wirkt die Nasendusche zusätzlich energetisierend und hebt die Stimmung.

Tiefe Entspannung

In tiefer Entspannung verlangsamen sich unsere Gehirnwellen. So füllen sich unsere Nervenspeicher von selbst und dein gesamtes Nervensystem entspannt sich. Tiefe Entspannung kann durch Meditationen oder regelmäßiges Frei Atmen erreicht werden. Vor allem die Übung Frei Atmen nach Innen führt uns in eine solch tiefe Entspannung und kann uns auch bei Schlafstörungen helfen.

Erholsamer Schlaf

Auch im Schlaf werden unsere Nervenspeicher aufgefüllt. Die Regeneration und wichtige Reperaturvorgänge finden im Schlaf statt. Ein erholsamer Schlaf fördert die gesunde Regeneration.

Lebenskraft bewegen – so kannst Du Emotionen entladen

Durch Entladungstechniken kann man den überreizten Sympathikus sehr gut beruhigen und Emotionsstaus beseitigen. Bestimmte Übungen vom Frei Atmen können hier sehr hilfreich sein - zum Beispiel Das Kraftwerk – diese Übung vom Frei Atmen sorgt durch Zittern und Vibrationen für eine „Turboentladung“. In der Tierwelt gibt es auch ein hervorragendes Beispiel für solche Entladungen: Warum zittert die Gazelle?

Aber auch viele andere Techniken helfen uns dabei, angestaute Emotionen raus zu lassen und die Lebendige Kraft wieder in Fluss zu bringen.

Alles das sollst Du am besten richtig übertreiben… übe allein und auch vor dem Spiegel!

  • Singen
  • Tanzen
  • Sich durchschütteln, kitzeln, sich ordentlich strecken
  • Seufzen und Gähnen
  • Stimme – auch mal richtig laut sein!
  • Übung Phantasiesprache Phantastisch dokumentieren
  • Lachen – Imitation
  • Weinen – Imitation
  • Übungen vom Frei Atmen helfen beim Entladen.

 

Welche Naturpflanzenextrakte unterstützen deinen Körper ganzheitlich bei psychosomatischen Störungen?

Eine ausgewogene und vor allem pflanzenreiche Ernährung ist wichtig für unsere Gesundheit und unsere Nervenkraft. Zusätzlich können wir unsere Kost mit Wildpflanzen bereichern. Denn diese enthalten besonders viele physiologisch wirksame sekundäre Pflanzenstoffe.

Die sekundären Pflanzenstoffe und feinstofflichen Aspekte in Johanniskraut, Melisse und Süßholzwurzel wirken stabilisierend für die Nervenkraft. Johanniskraut bringt Licht und Sonne in unser Herz und gilt schon seit jeher als nervenstärkend und stimmungsaufhellend. Melisse hilft uns beim Entspannen und hat angenehm beruhigende Eigenschaften. Süßholzwurzel gilt in der traditionellen Anwendung als mild angstlösend und entspannend.

DER NEUMACHER enthält die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe von Johanniskraut, Melisse und Süßholzwurzel und sorgt für ein emotionales Gleichgewicht.

In Kombination mit ausgleichenden Pflanzenextrakten in DER AUSGLEICHER ergibt sich ein tolles Team für unser Nervensystem.

 

Das Team für unser Nervensystem

2 Kapseln DER NEUMACHER morgens

und

2 Kapseln DER AUSGLEICHER abends zum Schlafen

als Kur für 60 Tage oder nach Bedarf.

 

Welche Übungen vom Frei Atmen helfen beim Entladen und gleichen dein Nervensystem aus?

Der Atem ist die primäre Eintrittspforte für die Lebendige Kraft. Mit den Übungen vom Frei Atmen können wir Lebensenergie aufnehmen, Emotionen entladen, Staus beseitigen und unser Nervensystem ausgleichen. So bringst Du deine Lebensenergie in harmonischen Fluss.

DAS KRAFTWERK - zur „Turboentladung“ - das Zittern bewirkt eine tiefe emotionale Entladung

PAH – befreie dich von gestauten Emotionen

DAS UNTERATMEN – Aktiviere deinen Parasympathikus

FREI ATMEN NACH INNEN - Übung für tiefe Entspannung zum Auffüllen deiner Nervenspeicher

Der Autor:

Dr. Christian Neuburger

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Mein Hauptinteresse gilt dem Menschen und es wird permanent aufrechterhalten und belebt durch die Liebe, die ich zu den Menschen habe. Als Arzt durfte ich das Basiswissen erlangen, Menschen auch bei gesundheitlichen Problemen zu unterstützten. Die ganzheitliche Sichtweise auf den Menschen lebt in mir schon seit meiner Kindheit und es bereitet mir daher sehr viel Freude, dass ich durch diesen Blog mehr Menschen erreichen kann. Meine Projekt „Wissen an die Basis“ transportiert ganzheitliches Wissen über das Funktionieren des menschlichen Körpers. In leicht verständlicher Form soll es  den Menschen  im Problemfall und im Alltag Unterstützung geben die Gesundheit zu erhalten oder wiederzuerlangen.
Das Ziel ist aktives Wohlfühlen, das wir durch Naturpflanzenextrakte und belebende Atemübungen der Methode Freiatmen in Freude erreichen.

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